Was ist Zöliakie?

Zöliakie ist eine chronische Erkrankung, die beim Verzehr von glutenhaltigen Speisen zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut führt. Als Folge dessen ist die Funktion der Dünndarmschleimhaut deutlich eingeschränkt und die Aufnahme von Nährstoffen aus den Lebensmitteln gestört. Als Gluten bezeichnet man das Klebereiweiß, das in zahlreichen gängigen Getreidesorten enthalten ist. Beispielsweise in Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste und bedingt in Hafer und all deren Untergruppen bzw Kreuzungen wie Dinkel, Grünkern, Kammut, etc…
Bei einer strikten glutenfreien Ernährung ist aber mit keinen weiteren Beschwerden zu rechnen!

Was heißt „strikt“?

Unter einer strikten glutenfreien Diät versteht man den absoluten Verzicht auf jegliche Speisen in denen das Klebereiweiß enthalten ist. Die Schwierigkeit besteht mitunter auch darin, die möglichen Kontaminationen im Alltag zu vermeiden, wie bspw. Brot schneiden auf einem Brett mit einem Messer, welches zuvor für glutenhaltiges Brot benutzt wurde, mit einem Kochlöffel glutenhaltige Speisen und nicht glutenhaltige Speisen umzurühren, von einem Teller zu essen auf dem glutenhaltige Bröseln liegen, etc… Das heißt- jeglicher Kontakt mit glutenhaltigen Speisen sollte so gut als möglich vermieden werden. Was natürlich nicht immer funktioniert (wie etwa Essengehen auswärts), aber je bewusster man darauf achtet, desto geringer wird die Kontamination sein!

Was ist eine Glutensensitivität bzw. Weizenallergie?

Hierbei handelt es sich nicht wie bei der Zöliakie um eine Autoimmunerkrankung. Allerdings kann es sich bei der Behandlung aller drei Erkrankungen um eine glutenfreie Diät handeln. Bei der Weizenallergie geht es möglicherweise nur um eine vorübergehende Störung, die sogar medikamentös behandelt werden kann. Bei einer Glutensensitivität kann schon der vorübergehende Verzicht auf glutenhaltige Speisen ausreichen hingegen bei der Zöliakie eine lebenslange glutenfreie Diät erforderlich ist da schon kleinste Mengen von glutenhaltigen Speisen schädigend wirken!